22. Dezember 2013

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger,
ein kalter eisiger Wind um die Häuser weht ,
dann liegen auch kleine Beardiekinder voller Erwartung Abends in ihren Körbchen
und lassen sich Geschichten von ihren Mamas oder ihren Omas erzählen.

 

Du Oma,
erzählst du mir nachher wieder die schöne Gute-Nacht-Geschichte ?

 

 

 
 


Die folgende Geschichte ist Easy´s liebste Gute-Nacht-Geschichte
und ich denke ihr werdet sie auch lieben, den sie erzählt vom Weihnachtsmann
und seinem fleißigen Helfer

 

 

 
 

Uff !“ mit einem lauten Stöhnen ließ sich der bärtige alte Mann auf die abgewetzten Polster seines Schlittens plumpsen.
 Langsam werde ich zu alt für diesen Job, dachte er bei sich.
Hopp, hopp, meine liebe Rentiere bald haben wir es ja geschafft , nur noch wenige Häuser hier im Dorf
und dann noch schnell die Geschenke draußen beim Einödhof vorbeibringen.
Danach können wir uns auf den Heimweg machen und uns am Kamin bei einer Tasse Tee aufwärmen.
Und ihr meine braven Rentiere, auf euch wartet der gemütliche Stall,
ein Bündel frisches Heu und zur Belohnung ein paar leckere Möhren und Äpfel.“

 

 

Langsam fuhr der Schlitten durch die Nacht, vor jedem Haus hielt er an,
bepackt mit Päckchen und Paketen, die die Wünsche der kleinen und großen Dorfbewohner enthielten,
stapfte der Alte durch den Schnee, zwängte sich durch den Kamin in die Wohnstuben
und legte die Geschenke unter den Weihnachtsbaum.

Als sie beim letzten Haus angelangten setzte der Schneefall wieder ein.
Der Alte freute sich, nur noch schnell zum Einödhof und sein Job wäre für dieses Jahr mal wieder erledigt.

Lauft ihr Rentiere, lauft schneller, der Feierabend naht.“
Die beiden gutmütigen Tiere fielen noch mal in Galopp,
der Gedanke an den warmen Stall ließ sie noch schneller und übermütiger werden.

 

 

Mittlerweile schneite es so heftig, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte,
doch die braven Rentiere des alten Mannes kannten den Weg seit Jahren,
oder ?

Rumps – mit einem lauten Rumpeln überschlug sich der Schlitten einige Male.
Der alte Mann, die Rentiere und der Schlitten wurden arg gerüttelt und geschüttelt
und landeten sehr unsanft im frisch gefallenen Schnee.
Ein Baum war unter der Last des Schnees zusammengebrochen und blockierte den Weg.
 Auch das noch dachte der Alte, so kurz vor dem Ziel.

Er rappelte sich auf, klopfte den Schnee von seinem langen zotteligen Mantel
und half den Rentieren beim aufstehen. Mit vereinten Kräften richteten sie den Schlitten wieder auf.
Doch, oh Schreck, wo war das Geschenk für die kleine Lotta?
Entsetzt suchte der alte Mann nach dem Päckchen, konnte es aber nicht finden.

 

 

Zwei dunkle Knopfaugen beobachteten das Treiben des Mannes.

He, was machst den du da ?“ der alte Mann hatte bei seiner Suche
das vor Kälte zitternde Bündel unter dem Strauch entdeckt.

Auf tapsigen Pfoten kam der kleine schwarze Hund aus seinem Versteck.
„Mein Herr hat mich fortgejagt, weil ich kein scharfer Wachhund bin", sagte der Kleine,
„und jetzt weiß ich nicht mehr wohin, mir ist kalt und ich habe schrecklichen Hunger
und was macht ihr um diese nächtliche Uhrzeit hier?“

Wir sind auf dem Weg zum Einödhof, leider haben wir bei unserem Sturz ein Päckchen verloren,
ein Geschenk für die kleine Lotta und nun können wir es vor lauter Schnee nicht wieder finden."

 

 

"Schnüff, schnüff, schnüff"  machte der kleine Hund,
„ ich habe eine gute Nase und kann dir sicherlich helfen das verlorene Geschenk zu finden.“

Mit der Nase am Boden lief der Kleine aufgeregt im Schnee auf und ab,
schnüffelte hier, schnupperte dort und was soll ich euch sagen,
bereits nach wenigen Augenblicken hatte er das Päckchen im Schnee erschnüffelt.
Der alte Mann freute sich sehr und lobte den kleinen Hund.
„ Nun können wir unsere Reise durch die Nacht fortsetzten"
sprach der alte Mann, schwang sich auf seinen Schlitten , doch oh Schreck, wo war der Weg?

Der Schnee und der starke Wind hatten dafür gesorgt das der Weg nicht mehr zu sehen war
und nun wusste der alte Mann nicht mehr wo der Hof von Lotta lag.

 

 

Warte ,“ bellte der Kleine „ ich kann den Weg erschnüffeln, fahr nur langsam hinter mir her.“

Suchend lief der kleine Hund voran und bald schon hatte er den Weg zum Einödhof gefunden.

Der Schlitten folgte der fröhlich auf- und abwippenden weißen Schwanzspitze
und manchmal, wenn man genau hinschaute, leuchtete die Spitze rot.
Kurze Zeit später hielt der Schlitten vor dem Hoftor an.
Der alte Mann sprang vom Schlitten und ging zu seinem kleinen Helfer.
„ Danke mein Lieber, vielen, vielen Dank, du hast mir sehr geholfen,
ohne deine Hilfe hätten wir den Weg nie gefunden. Darf ich dir zum Abschied etwas schenken?“

Nein", sagte der Kleine bescheiden, „es war mir eine Freude dir helfen zu können".
„Nun gut, aber ich möchte dir trotzdem etwas mit auf deinen weiteren Weg geben,
es soll dich und deine Nachfahren immer an diese Nacht erinnern.

Ich gebe dir meinen warmen, zotteligen Mantel, damit dir nie wieder kalt ist.“
Der alte Mann fuhr mit der Hand über das Fell des kleinen Hundes
und wo er ihn berührte wuchs ihm ein langes zotteliges schwarzes Fell.
 „Deine weiße Schwanzspitze soll Menschen in dunkler Nacht den Weg nach Hause weisen
und dein Bart soll immer weiß und rauschend sein, wie meiner.

Dein Wesen so lieb, treu und gut wie meines. Nie soll Streit und Ärger von einem deiner Rasse ausgehen,
du sollst alle Menschen froh und glücklich machen, und Freude in ihr Leben bringen.
So, nun geh mein Kleiner, nimm das Päckchen für Lotta und überbringe es ihr in meinem Namen.“

 

 

Der kleine schwarze zottelige Hund bedankte sich artig bei dem alten Mann
und stapfte mit dem Geschenk im Maul zur Eingangstür,
als er sich noch mal umdrehte sah er gerade noch wie der Schlitten des alten Mannes sich in die Lüfte erhob.
Kaum hatte er die Eingangstür erreicht, flog diese auf und ein kleines Mädchen kaum hinaus gelaufen.

Mama, Mama schau nur, ein Hund - der Weihnachtsmann hat mir einen Hund gebracht!“
und zu dem kleinen schwarzen zotteligen Hund mit den weißen Pfötchen, der lustigen Schwanzspitze
 und weißem Rauschebart sagt sie:
„ Das war mein größter und geheimster Wunsch.
Weihnachtmann hat ihn mir erfüllt ...
 

 

   


... ich werde dich immer lieb haben, mein „weihnachts-bärtiger“ Collie!"

 von Ulrike Klauke-Schaeffer  ©

 

 

 
 

Mit dieser kleinen Geschichte wünschen wir euch und euren bärtigen Freunden

fröhliche Weihnachten